____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b
ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ
Norddeutscher Rundfunk
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
top
Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) ist eine gemeinsame Landesrundfunkanstalt fßr die Freie und Hansestadt Hamburg und die Länder Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Der Sitz des NDR ist Hamburg. Der NDR entstand 1954 durch die Spaltung des NWDR in NDR und WDR. Am 1. April 1956 nahm er den Sendebetrieb auf. Er ist Mitglied der ARD und hat die Rechtsform einer gemeinnßtzigen Anstalt des Üffentlichen Rechts.cite-ref-3[3] Beim NDR waren zum Jahresende 2015 insgesamt 3.426,5 Mitarbeiter (Planstellen) beschäftigt.cite-ref-ndr-gb-4-0[4] Mit dem 1929 von der NORAG begrßndeten Hamburger Hafenkonzert strahlt NDR 90,3 am Sonntag von 6 bis 8 Uhr morgens die älteste bestehende Radiosendung der Welt aus.cite-ref-5[5]cite-ref-6[6]cite-ref-7[7]
Contents
⢠Auftrag
⢠Finanzierung
⢠Programme
⢠Fernsehen
⢠HÜrfunk
⢠Online
⢠NDR Media GmbH
⢠KlangkÜrper
⢠Geschichte
⢠NWDR-Zeit
⢠Kritik
⢠Schleichwerbung
⢠Falsche Doku
⢠Siehe auch
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Auftrag
Der NDR soll mit seinem Programm die Rundfunkteilnehmer der Länder Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein informieren, bilden, beraten, unterhalten und insbesondere Beiträge zur Kultur anbieten. Im NDR-Staatsvertrag ist auch die angemessene Berßcksichtigung der vielfältigen norddeutschen Regionen sowie ihrer Kultur und Sprache im Programm vermerkt. Deshalb soll der NDR sein Programm auch grundsätzlich in allen vier Ländern seines Sendegebiets herstellen.cite-ref-8[8]
§ 50 des NDR-Staatsvertrags ermÜglicht, dass weitere Bundesländer dem Staatsvertrag beitreten kÜnnen (z. B. Bremen).cite-ref-9[9]
Finanzierung
Beitragseinnahmen des NDR aus dem Rundfunkbeitrag:
| Jahr | Beitragseinnahmen | Quelle |
|---|---|---|
| 2013 | 949.968.515,85 ⏠| [ 10 ] |
| 2014 | 1.025.389.521,78 ⏠| [ 11 ] |
| 2015 | 988.625.118,66 ⏠| [ 12 ] |
| 2016 | 972.061.911,48 ⏠| [ 13 ] |
| 2017 | 968.918.797,00 ⏠| [ 14 ] |
| 2018 | 965.542.497,11 ⏠| [ 15 ] |
| 2019 | 971.965.802,27 ⏠| [ 16 ] |
| 2020 | 979.293.558,80 ⏠| [ 17 ] |
| 2021 | 1.021.517.825,81 ⏠| [ 18 ] |
| 2022 | 1.029.520.660,22 ⏠| [ 19 ] |
| 2023 | 1.084.293.738,86 ⏠| [ 20 ] |
Standorte des NDR
Der Sitz des NDR ist Hamburg. In der Stadt hat der Sender zwei grĂśĂere Standorte: das Funkhaus an der Rothenbaumchaussee in Harvestehude mit der Intendanz, der Verwaltung und groĂen Teilen des HĂśrfunks sowie ein Gelände in Lokstedt. In Lokstedt ging 1953 das Fernsehstudio des damaligen NWDR in Betrieb, aus dem das NDR-Fernsehzentrum entstand. Zuletzt wurden auch Teile des HĂśrfunks nach Lokstedt verlagert.
In den Landeshauptstädten Hannover, Kiel und Schwerin sowie in Hamburg befinden sich Landesfunkhäuser fßr HÜrfunk und Fernsehen, die vorwiegend Regionalprogramme fßr das jeweilige Land gestalten. Darßber hinaus unterhält der NDR in mehreren Städten seines Sendegebiets Regionalstudios und Korrespondentenbßros:
⢠Niedersachsen: Studios in Braunschweig, GÜttingen, Lßneburg, Oldenburg, Osnabrßck; Korrespondentenbßros in Lingen/Emsland, Cuxhaven, Esens/Ostfriesland, Vechta, Verden (Aller), Hameln/Weserbergland und Wilhelmshaven.
⢠Schleswig-Holstein: Studios in Flensburg (NDR-Studio Flensburg), Heide, Kiel, Lßbeck und Norderstedt.
Der NDR betreibt die ARD-Auslandsstudios in London, Stockholm, Peking, Tokio und Singapur. Die Leitung des ARD-Studios in Washington, D.C. wechselt regelmäĂig zwischen NDR und WDR. Daneben ist der Sender am ARD-Hauptstadtstudio in Berlin sowie an den ARD-Studios in Moskau, Warschau, BrĂźssel, New York City und Los Angeles beteiligt.
Der NDR beherbergt in Hamburg-Lokstedt zudem die Nachrichten-Redaktion ARD-aktuell. Die Gemeinschaftseinrichtung der ARD-Anstalten publiziert unter anderem die Tagesschau und weitere journalistische Angebote unter dieser Medienmarke.
Programme
Der NDR produziert alleinig oder steuert Inhalte an folgenden Rundfunk- bzw. Fernsehanstalten Fernseh- und HĂśrfunkprogramme bei:
Fernsehen
⢠Das Erste (Erstes Deutsches Fernsehen) â Gemeinschaftsprogramm der ARD
⢠NDR Fernsehen (ehemals N3 bzw. Norddeutsches Fernsehen) â regionales Fernsehprogramm fĂźr Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Bremen (in Bremen gemeinsam mit Radio Bremen)
⢠KiKA â Kinderkanal von ARD und ZDF
⢠Arte â deutsch-franzĂśsischer Kulturkanal
⢠tagesschau24 â Informationssender
⢠One â Dokumentations- und Unterhaltungssender
Beitrag zum Gemeinschaftsprogramm Das Erste
Unter anderem ist beim NDR in Hamburg die Nachrichtenredaktion ARD-aktuell angesiedelt. Dort werden die Tagesschau, die Tagesthemen und der Nachrichtensender tagesschau24 produziert. Der NDR war die verantwortliche Rundfunkanstalt fĂźr die Talkshow Anne Will, die sie bis zur Einstellung im Dezember 2023 im Auftrag von der Will Media GmbH produzieren lieĂ. 2024 Ăźbernahm der Polittalk Caren Miosga den Sendeplatz, moderiert von der gleichnamigen Moderatorin.
AuĂerdem hat der NDR die deutsche FederfĂźhrung fĂźr den Eurovision Song Contest und repräsentiert somit die ARD bei einer der grĂśĂten internationalen Medienveranstaltungen. Nachdem Lena den Wettbewerb 2010 in Oslo hatte fĂźr sich entscheiden kĂśnnen, war der NDR fĂźr die Ausrichtung des Eurovision Song Contest 2011 in DĂźsseldorf verantwortlich.
HĂśrfunk
Der NDR produziert in den vier Landesfunkhäusern je ein Landesprogramm pro Bundesland, nämlich
⢠NDR 90,3 â fĂźr Hamburg
⢠NDR 1 Niedersachsen â fĂźr Niedersachsen aus Hannover mit starker Regionalberichterstattung, Oldies, Pop und deutschen Kulthits
⢠NDR 1 Welle Nord â fĂźr Schleswig-Holstein aus Kiel mit teilweiser Regionalisierung, Hits, Oldies und deutschsprachiger Musik
⢠NDR 1 Radio MV â fĂźr Mecklenburg-Vorpommern aus Schwerin mit teilweiser Regionalisierung
Im ganzen Sendegebiet werden die sogenannten Zentralprogramme aus Hamburg ausgestrahlt, nämlich
⢠NDR 2 â Popwelle. NDR 2 darf als einziges NDR-HĂśrfunkprogramm Werbesendungen ausstrahlen
⢠NDR Kultur (ehemals NDR 3 bzw. Radio3 als befristete Kooperation mit SFB und ORB) â Klassik-dominiertes Kulturprogramm
⢠NDR Info (ehemals NDR 4 bzw. NDR 4 Info) â Informationsradio
⢠NDR Info Spezial â erweiterte Version von NDR Info mit Seewetterberichten, Ausländerprogramm und SportĂźbertragungen â Verbreitung ausschlieĂlich Ăźber Kabel, DVB-S, DAB+ & Webstream
⢠N-Joy (ehemals N-Joy Radio) â Jugendradio
Daneben gibt es zwei ausschlieĂlich digital ausgestrahlte Programme, nämlich
⢠NDR Blue â Musikprogramm mit Musik abseits des Mainstreams â Verbreitung ausschlieĂlich Ăźber DAB+, DVB-C, DVB-S, Webstream und diverse Kabelnetze
⢠NDR Schlager â Schlagerradio â Verbreitung ausschlieĂlich Ăźber DAB+, DVB-S und Webstream. NDR Schlager wird aus dem Landesfunkhaus Niedersachsen in Hannover gesendet.
Online
Mit NDR.de betreibt der NDR ein Online-Angebot, verantwortet vom Programmbereich Online & Multimedia, der den Programmdirektionen HĂśrfunk (federfĂźhrend) und Fernsehen zugeordnet ist.cite-ref-21[21] Auf der Website werden Meldungen aus den Bereichen Nachrichten, Sport, Ratgeber, Unterhaltung und Kultur bereitgestellt.
Institutionen im NDR
NDR Media GmbH
Im März 2006 wurde die NDR Media GmbH als hundertprozentiges privatwirtschaftliches Tochterunternehmen des Ăśffentlich-rechtlichen NDR gegrĂźndet. Sie fungiert als Finanzholding fĂźr Tochterunternehmen und Beteiligungen des Senders. Die Media GmbH arbeitet als sogenannter Mediendienstleister dem NDR zu. Ăber die Media GmbH vermarktet die Anstalt Werbezeiten im HĂśrfunk und Fernsehen. Das NDR Event- und Kooperationsmarketing, Sponsoring durch den NDR und der NDR Ticketshop sind im Eigentum der GmbH.cite-ref-22[22]
KlangkĂśrper
Der NDR verfĂźgt in der Abteilung âOrchester, Chor und Konzerteâ, die der âProgrammdirektion HĂśrfunkâ unterstellt ist, Ăźber vier eigene KlangkĂśrpercite-ref-23[23]:
Das Orchester wurde 1945 als âSinfonieorchester des NWDRâ in Hamburg gegrĂźndet und von 1955 bis 2016 vom NDR als âNDR Sinfonieorchesterâ weitergefĂźhrt. 2016 wurde der Name geändert in NDR Elbphilharmonie Orchester. Chefdirigenten waren u. a. Hans Schmidt-Isserstedt, GĂźnter Wand, John Eliot Gardiner, Christoph Eschenbach, Christoph von DohnĂĄnyi und Thomas Hengelbrock.
Das 1950 als âRundfunkorchester Hannover des NWDRâ gegrĂźndete Orchester heiĂt seit 2003 âNDR Radiophilharmonieâ. Chefdirigenten waren u. a. Willy Steiner, Bernhard Klee und Eiji Ĺue. FĂźr genreĂźbergreifende Konzerte tritt das Orchester auch unter dem Namen âNDR Pops Orchestraâ auf.
⢠NDR Chor
Der Chor wurde 1946 vom damaligen NWDR in Hamburg gegrßndet und trägt seit 1955 seinen heutigen Namen; er ist insbesondere der Alten Musik verpflichtet, widmet sich jedoch auch zeitgenÜssischer Musik.
⢠NDR Bigband
GegrĂźndet 1945 vom damaligen NWDR, wird sie seit 1955 vom NDR in Hamburg weitergefĂźhrt. Seit 1971 trägt sie ihren heutigen Namen. Zuvor hieĂ sie âNDR-Studiobandâ.
Verbreitungswege und Sendernetz
Der Norddeutsche Rundfunk betreibt in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg ein eigenes Sendernetz zur terrestrischen Ausstrahlung seiner HĂśrfunk- und Fernsehprogramme. In Mecklenburg-Vorpommern werden diese Leistungen im Auftrag und auf Rechnung des NDR vom Unternehmen Uplink Network GmbH erbracht.cite-ref-24[24]
An 16 Standorten betreibt der NDR eigene Grundnetzsender (NDR-Bezeichnung, ggf. Ort/Gemeinde):
⢠Cuxhaven (Altenwalde)
⢠Dannenberg (Zernien)
⢠Heide (Welmbßttel)
⢠Kiel (Kronshagen)
⢠Lingen
⢠Osnabrßck (Engter)
⢠Stadthagen (Bßckeberg)
⢠Steinkimmen
⢠VisselhÜvede
In LĂźbeck betreibt der NDR einen eigenen UKW-Sender, den Sender LĂźbeck-Wallanlagen. Dazu kommt eine Vielzahl von NDR-eigenen FĂźllsendern und Sendern der Deutschen Funkturm, die im Auftrag und auf Rechnung des NDR betrieben werden.
Ab Mai 1951 betrieb der NDR mit weiteren ARD-Anstalten im Kreis Pinneberg die NDR-Mess- und Empfangsstation Wittsmoor zur Ăberwachung der Rundfunkbänder. Inzwischen wird dieser Standort als Sender Wedel genutzt.
Geschichte
Die Anfänge bis 1945
1924 wurde in Hamburg die âNordische Rundfunk AGâ (NORAG) gegrĂźndet, die am 2. Mai 1924 ihren Sendebetrieb aufnahm. Im Mai 1925 entstand in Berlin als Dachorganisation der regionalen Rundfunkgesellschaften im Deutschen Reich die Reichs-Rundfunk-Gesellschaft (RRG), der auch die NORAG beitrat. Seit 1928 wurden die Sendungen in der Rothenbaumchaussee in Hamburg produziert.cite-ref-25[25] 1933 wurde die Nordische Rundfunk AG in die âNorddeutsche Rundfunk GmbHâ umgewandelt. Nach der Machtergreifung der NSDAP wurden die regionalen Gesellschaften zu Filialen der Reichs-Rundfunk-Gesellschaft.
Der Sender erhielt im Sommer 1933 eine Eindrahtantenne, die in Form eines Bronzedrahts senkrecht von dem 145 Meter hohen Funkturm in der Nähe des Bahnhofs Billwerder-Moorfleth herabhing. Hier steht auch heute noch die Sendeantenne Billwerder-Moorfleet. Die Sendeleistung betrug 60 kW. Nach dem Luzerner Wellenplan änderte sich die Sendefrequenz von 806 auf 904 kHz.cite-ref-26[26]
Ab dem 1. April 1934 waren die bisherigen Namen nach dem Schema: Reichssender (Sitz) vereinheitlicht und der Norddeutsche Rundfunk wurde zum Reichssender Hamburg. Er war damit Teil des deutschen Einheitsrundfunks, der ab dem 1. Januar 1939 unter dem Namen GroĂdeutscher Rundfunk sendete.
NWDR-Zeit
Wenige Tage vor der deutschen Kapitulation Ăźbernahm die britische Armee am 4. Mai 1945 den Reichssender Hamburg, der als âRadio Hamburgâ zunächst weiter sendete.
Am 22. September 1945 wurde unter der Kontrolle der britischen Militärregierung der âNordwestdeutsche Rundfunkâ (NWDR) zur gemeinsamen Rundfunkanstalt fĂźr die gesamte britische Zone einschlieĂlich Berlin. Hauptsenderstandort war Hamburg. In KĂśln befand sich ein weiteres, durch den Krieg stark zerstĂśrtes Funkhaus (DagobertstraĂe 38), das den Sendebetrieb provisorisch am 26. September 1945 aufnehmen konnte. Von hier aus sendete die Anstalt ihr einstĂźndiges Programm auf eigener Welle. Vom 1. Januar 1946 an begann der Gleichwellenbetrieb des Senders Langenberg mit dem Sender Hamburg-Moorfleet und ab Mitte August 1946 wurde noch der NWDR Berlin integriert. Der NWDR wurde am 30. Dezember 1947 von der Militärregierung Ăźbergebencite-ref-27[27] und durch Rundfunkgesetz zu einer Anstalt des Ăśffentlichen Rechts fĂźr die Länder Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Berlin. Die FĂźhrung des NWDR blieb jedoch britisch, denn Erster Generaldirektor war ab dem 1. Januar 1948 noch Hugh Carleton Greene, dem Chief Controller der BBC.
Die englischen BesatzungsbehĂśrden hatten nicht nur fĂźr die rasche Wiederaufnahme des Rundfunkbetriebs gesorgt, sondern auch fĂźr Schulfunksendungen unter ihrer Kontrolle. Hierbei hatte der Reformpädagoge und Schriftsteller Wilhelm Lamszus die Chance, an seine Tätigkeit bei der NORAG, der 1924 gegrĂźndeten âNorddeutschen Rundfunk AGâ, anzuknĂźpfen. Ăber âKinder vor dem Mikrofonâ berichtet er in seinen Erinnerungencite-ref-28[28].
In den Jahren 1945 und 1946 wurden zwei Orchester gegrĂźndet, das Sinfonieorchester mit seinem Dirigenten Hans Schmidt-Isserstedt und das Rundfunkorchester mit seinem Dirigenten Walter Martin, der dieses bis zu seinem Tod 1964 leitete. Danach wurde es aufgelĂśst bzw. integriert in das bereits seit 1950 bestehende Rundfunkorchester des Senders Hannover.
Der NWDR strahlte zunächst nur ein Programm (später NWDR 1) aus. Ab 1950 folgten auf UKW zwei regionale HĂśrfunkprogramme, UKW Nord (später NDR 2) und UKW West (später WDR 2). Im gleichen Jahr war der NWDR GrĂźndungsmitglied der ARD. Zwei Jahre später (1952) war der NWDR maĂgeblich fĂźr den Wiederbeginn des Fernsehens in Deutschland verantwortlich.
Zum 1. Juni 1954 schied der neu gegrßndete Sender Freies Berlin (SFB) aus dem NWDR aus, um fßr West-Berlin eigenständige Programme auszustrahlen. Im gleichen Jahr startete das gemeinsame Fernsehprogramm der ARD.
NDR als Drei-Länder-Anstalt
Im Februar 1955 regelten die Länder Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen den Rundfunk in ihren Ländern neu. Infolgedessen wurde der NWDR in zwei eigenständige Rundfunkanstalten aufgeteilt, der âNorddeutsche Rundfunkâ mit Sitz in Hamburg sollte kĂźnftig fĂźr die Länder Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein und der âWestdeutsche Rundfunkâ mit Sitz in KĂśln fĂźr das Land Nordrhein-Westfalen Rundfunksendungen veranstalten.
Am 1. Januar 1956 starteten die beiden neuen Sendeanstalten mit ihren eigenen Radiosendungen. Den Fernsehbereich Ăźbernahm ab 1. April 1956 zunächst noch der âNord- und Westdeutsche Rundfunkverbandâ (NWRV) bis 1961. Dann waren beide Sendeanstalten auch im Fernsehbereich fĂźr ihr jeweiliges Sendegebiet verantwortlich.
Der NDR sendete ab 1956 zunächst zwei HÜrfunkprogramme, NDR/WDR 1 und NDR 2, und lieferte seinen Anteil zum ARD-Gemeinschaftsprogramm des Deutschen Fernsehens. Das erste Radioprogramm wurde noch bis Ende 1980 gemeinsam mit dem WDR veranstaltet, wobei es einen wÜchentlichen Wechsel gab. So sendete der NDR in der ersten Woche von 5 bis 15 Uhr, der WDR ßbernahm dann den Rest des Tages. In der zweiten Woche war es umgekehrt. Die gemeinsamen Wurzeln im NWDR sind im Radioprogramm von NDR und WDR immer noch zu finden. So wird eine der ältesten Zeitfunk-Sendungen im deutschen Radio, das Echo des Tages, noch im wÜchentlichen Wechsel von NDR und WDR gestaltet und ist auf NDR Info und WDR 5 gleichzeitig zu hÜren. Ebenso verhält es sich montags bis sonnabends zwischen 13:05 Uhr und 14:00 Uhr mit der Sendung Mittagsecho. Zwischen 23:30 Uhr bis 24:00 Uhr gab es bis Ende 2020 ebenso die Sendung Berichte von heute, wobei diese sogar immer noch mit der alten Erkennungsmelodie Wade in the water des Ramsey-Lewis-Trios eingeleitet bzw. angekßndigt wurde (in der wÜchentlich wechselnden NDR-Version war zudem noch der alte Off-Sprecher belassen worden, der die Sendung ankßndigte). Der redaktionelle Wechsel erfolgte dergestalt, dass fßr den Fall, dass die eine Landesrundfunkanstalt während einer Woche das Mittagsecho und das Echo des Tages redaktionell verantwortete, die andere die Berichte von heute gestaltete. In einem gelegentlich stattfindenden Wechsel ßbernahmen auch Informationskanäle anderer Landesrundfunkanstalten die Sendung Berichte von heute, so Radio Bremen und auch der Saarländische Rundfunk.
Am 1. Dezember 1956 startete der NDR sein 3. HĂśrfunkprogramm NDR 3, das von 1962 bis 1973 gemeinsam mit dem SFB veranstaltet wurde.
Am 4. Januar 1965 startete der NDR zusammen mit Radio Bremen und dem SFB mit der Ausstrahlung eines eigenen âDritten Fernsehprogrammsâ (zunächst als âIII. Fernsehprogramm der Nordketteâ (kurz âDas Dritteâ), später N3 (was fĂźr Nord 3 steht)), das bald zu einem Vollprogramm im rundfunkrechtlichen Sinne ausgebaut wurde und inzwischen auch Ăźber Satellit in nahezu ganz Europa zu empfangen ist. Das Studio Kiel nahm am 5. April 1965 seinen Sendebetrieb im Kieler Schloss auf.cite-ref-29[29] Im Dezember 2001 wurde es umbenannt in NDR Fernsehen.
Am 14. Juli 1977 kĂźndigte der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Gerhard Stoltenberg (CDU) vor dem schleswig-holsteinischen Landtag an, den NDR-Staatsvertrag kĂźndigen zu wollen. Die tatsächliche KĂźndigung wurde am 9. Juni 1978 zum Jahresende 1980 ausgesprochen. Als GrĂźnde nannte Stoltenberg u. a. die angeblich schwere Finanzkrise des Senders, und er beklagte eine Unterversorgung bei der regionalen Berichterstattung in Teilen des Sendegebietes, insbesondere in Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Die KĂźndigung war aber auch durch die politische Ausrichtung einiger Sendungen des NDR motiviert. So stĂśrte sich Stoltenberg an der von ihm als âeinseitigâ und âlinkslastigâ angesehenen NDR-Berichterstattung,cite-ref-30[30] z. B. zu den Protesten gegen den Bau des Kernkraftwerks Brokdorf, u. a. in Sendebeiträgen des politischen Magazins Panorama im Herbst 1976. Eine durch das SPD-regierte Hamburg vor dem Verwaltungsgericht Hamburg erhobene Feststellungsklage gegen die KĂźndigung des Staatsvertrages wurde 1979 als unzulässig abgewiesen.
Zunächst war ungewiss, ob der NDR durch die KĂźndigung Schleswig-Holsteins aufgelĂśst sei oder von den verbliebenen Staatsvertragspartnern Hamburg und Niedersachsen bis zum regulären Ende der Geltungsdauer des Staatsvertrags am 31. Dezember 1985 fortgefĂźhrt werden kĂśnnte. Der damalige niedersächsische Ministerpräsident Ernst Albrecht (CDU) war wie Stoltenberg fĂźr die erste Interpretation. Er schlug eine FortfĂźhrung des NDR als Zwei-Länder-Anstalt zwischen Schleswig-Holstein und Niedersachsen oder alternativ die Einrichtung einer eigenen niedersächsischen Landesrundfunkanstalt âRadio Niedersachsenâ vor, wobei in Schleswig-Holstein dann, auch nach Auffassung Stoltenbergs, ebenfalls ein eigenes Pendant einzurichten sei. Diese LĂśsung wurde von Albrecht und Stoltenberg jedoch nur als Ultima Ratio neben der FortfĂźhrung des NDR als Drei-Länder-Anstalt mit Hamburg unter fĂźr sie verbesserten Rahmenbedingungen angesehen. Nach dem endgĂźltigen Scheitern der Verhandlungen mit Hamburg am 7. November 1979 und nochmaligen Gesprächsversuchen am 5. Februar 1980 favorisierten beide Länder als LĂśsung die FortfĂźhrung des NDR als neue Zwei-Länder-Anstalt zwischen Schleswig-Holstein und Niedersachsen, wobei Hamburg eine eigene Landesrundfunkanstalt errichten sollte. Albrecht erhoffte sich damit auch die MĂśglichkeit, das sogenannte Rundfunkmonopol zu beseitigen, um die EinfĂźhrung privater HĂśrfunk- und Fernsehprogramme speziell in Niedersachsen zu ermĂśglichen. Stoltenberg hoffte, durch eine veränderte Bestimmung Ăźber die Zusammensetzung der Aufsichtsgremien von Rundfunkrat und Verwaltungsrat die redaktionelle Ausgestaltung der Programme beeinflussen zu kĂśnnen. Durch eine neue Programmstruktur mit mehr Eigenverantwortung der Landesfunkhäuser sollten regionale Belange stärkere BerĂźcksichtigung finden.
Umstrukturierung des NDR ab 1980
Niedersachsen und Schleswig-Holstein legten am 23. Januar 1980 den Entwurf fßr einen Staatsvertrag ßber den NDR als Zwei-Länder-Anstalt vor, der am 7. Februar 1980 von den beiden Ministerpräsidenten paraphiert und von der jeweiligen CDU-gefßhrten Mehrheit der Landesparlamente in Kiel und in Hannover am 11. und 12. März 1980 in erster Lesung verabschiedet wurde. Aufgrund der von Niedersachsen vor dem Bundesverwaltungsgericht erhobenen Feststellungsklage stellte der 7. Senat des Bundesverwaltungsgerichts mit Urteil vom 28. Mai 1980 (Az.: BVerwG 7 A 2.79) unter Vorsitz seines damaligen Präsidenten Horst Sendler fest, dass es sich bei der von Schleswig-Holstein ausgesprochenen Kßndigung des NDR-Staatsvertrages lediglich um eine zulässige Austrittskßndigung und nicht um eine AuflÜsungskßndigung gehandelt habe und der NDR von Niedersachsen und Hamburg somit als Zwei-Länder-Anstalt weiter bestehe und entsprechend bis zum Vertragsende fortzufßhren sei. Fßr Hamburg bedeutete das Urteil im Wesentlichen eine Bestätigung der eigenen Rechtsauffassung, während Schleswig-Holstein und Niedersachsen mit ihren vorgetragenen Positionen unterlagen.
Nach dieser juristischen Entscheidung schwenkten die bisher zerstrittenen Vertragspartnerländer Schleswig-Holstein und Niedersachsen einerseits und Hamburg andererseits rasch ein und konnten sich im Juni 1980 auf Kompromissformeln fßr eine Fortfßhrung des NDR als Drei-Länder-Anstalt einigen. Daraufhin wurde der NDR aufgrund eines neuen Staatsvertragsentwurfs der Länder Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein durch dessen Paraphierung am 17. Juli 1980 und durch entsprechende Verabschiedung der formellen Begleitgesetze durch die Länderparlamente auf eine neue rechtliche Grundlage gestellt.
Wesentliche Kompromissformeln waren:
1. Hauptziel von Niedersachsen (Albrecht): Das bislang im Staatsvertrag festgeschriebene Rundfunkmonopol des NDR wurde bis 1983 befristet, um ab 1986 die Einrichtung privater HĂśrfunk- und Fernsehprogramme zu ermĂśglichen. Hamburg (damaliger BĂźrgermeister Hans-Ulrich Klose) konnte in diesem Zusammenhang erreichen, dass die EinfĂźhrung privaten HĂśrfunks im Sendebereich des NDR erst nach einer längeren Ăbergangsfrist erfolgte.
2. Hauptziel von Schleswig-Holstein (Stoltenberg) und Nebenziel von Niedersachsen (Albrecht): Die Programme wurden zum Teil im Hinblick auf eine Regionalisierung neu organisiert â vornehmlich durch Stärkung der Positionen der Landesfunkhäuser im Sendeverbund. Dieser Umstand betraf im HĂśrfunk vornehmlich das bisherige Gemeinschaftsprogramm von NDR/WDR 1: Das Programm NDR 1 wurde in die drei eigenständigen Landesprogramme NDR 1 Niedersachsen (bis Anfang 2002 NDR 1 Radio Niedersachsen), NDR 1 Welle Nord und NDR 90,3 (bis 2. Dezember 2001 âNDR Hamburg-Welle 90,3â) aufgeteilt. NDR 2 und NDR 3 wurden im gesamten Sendegebiet als Popwelle bzw. Klassikwelle weitergefĂźhrt. Die drei Landesprogramme von NDR 1 nahmen am 2. Januar 1981 den Sendebetrieb auf und wurden Zug um Zug zu Vollprogrammen ausgebaut. Mehrmals täglich schalten sie sich zu regionalen Programmen auseinander. Dabei senden in NDR 1 Radio Niedersachsen die Regionalprogramme aus den Regionen Oldenburg/Ostfriesland/Bremen/Cuxhaven, OsnabrĂźck/Emsland, GroĂraum Hannover, Braunschweig/SĂźdniedersachsen und Nordostniedersachsen und in NDR 1 Welle Nord aus den Studios in Flensburg (NDR-Studio Flensburg), Heide, Norderstedt, LĂźbeck und Kiel. DarĂźber hinaus war ein markantes Neuerungsmerkmal die EinfĂźhrung von Rundfunkwerbung auf der Popwelle NDR 2, montags bis sonnabends im Tagesprogramm in FĂźnf-Minuten-BlĂścken jeweils vor den Nachrichten, wobei die Nachrichtensendezeit entsprechend der Blockverschiebung von der halben auf die volle Stunde verlegt wurde. Das NDR-Fernsehen erfuhr zunächst nur wenige entsprechende Veränderungen. In den Regionalfenstern des ARD-Gemeinschaftsprogramms in der Vorabendschiene erfolgte jedoch zum 30. September 1985 ebenfalls eine Regionalisierung mit der EinfĂźhrung von zwanzigminĂźtigen Regionalmagazinen anstelle der bisherigen abwechselnden, zentral verantworteten gesamtverbreiteten Regionalfenster mit dem Obertitel Nordschau mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten, die von den jeweiligen Landesfunkhäusern eigenverantwortlich produziert und gestaltet wurden. Es entstanden die montags bis freitags von 19:25 Uhr bis 19:45 Uhr ausgestrahlten Regionalmagazine Schleswig-Holstein Magazin, Hamburger Journal (der Name existierte bereits vorher als freitägliche Unterrubrik der Nordschau) und Hallo Niedersachsen. Zum 4. Januar 1993 wurden die Regionalmagazine im Zuge einer Umgestaltung des ARD-Gemeinschaftsprogramms mit der Folge der EinfĂźhrung auch eines einheitlichen Vorabendprogramms in das NDR-Fernsehvollprogramm integriert, auf eine halbe Stunde ausgedehnt und ab dem 7. März 1999 täglich, auch am Wochenende (bis auf Feiertage) ausgestrahlt â am Sonntag zunächst nur eine Viertelstunde von 19:45 Uhr bis 20:00 Uhr, ab dem 6. Januar 2002 auch wie sonst Ăźblich eine halbe Stunde von 19:30 Uhr bis 20:00 Uhr. Im Zuge des Nordkettenprogramms mit integrierten Anteilen von Radio Bremen wurde auch dessen Regionalfenster Buten un binnen sukzessive ausgeweitet.
3. Hauptziel von Hamburg (Klose): Das Programmangebot des NDR wurde nicht eingeschränkt. Dem NDR verblieben alle Wellen und Frequenzen.
Am 30. September 1988 startete der NDR im Fernsehprogramm Nord 3 sein regionales Videotext-Angebot Nordtext, das seit 2. Dezember 2001 als NDR Text gefĂźhrt wird. Das Angebot umfasst aktuelle Meldungen fĂźr das NDR-Sendegebiet und Bremen sowie Begleitinformationen zu HĂśrfunk und Fernsehen. Informationen Ăźber Programm-Angebote von Radio Bremen tragen den Titel radiobremen-text.
Am 1. Januar 1989 startete das Fernsehprogramm Nord 3 mit einer neuen Programmstruktur und neuem Sendeschema als sogenanntes Vollprogramm. Am 1. April 1989 begann das 4. HÜrfunkprogramm NDR 4, später NDR 4 Info, das seit dem 2. Juni 1998 als reiner Nachrichtenkanal montags bis sonnabends von 06.00 Uhr bis ca. 20.00 Uhr im neuen Viertelstundenschema als NDR 4 info und seit dem 3. Juni 2002 als NDR Info ausgestrahlt wird.
Entwicklung seit 1990
Zum 1. Januar 1992 wurde dem Norddeutschen Rundfunk gesetzlich der Auftrag erteilt, das Land Mecklenburg-Vorpommern mit Ăśffentlich-rechtlichem HĂśrfunk und Fernsehen zu versorgen,cite-ref-31[31] bevor am 1. März 1992 der neue NDR-Staatsvertrag in Kraft trat.cite-ref-32[32] Das Land erhielt ein eigenes Landesprogramm NDR 1 Radio MV, das sich ebenso wie die anderen Landesprogramme mehrmals täglich zur regionalen Berichterstattung aus Schwerin, Rostock, Neubrandenburg und Greifswald auseinander schaltet. Im Oktober desselben Jahres schied der SFB aus dem dritten Fernsehprogramm N3 aus, um sein eigenständiges Berliner Programm âB1â (später SFB 1) auszustrahlen.
Am 4. April 1994 startete der NDR fßr 14- bis 19-jährige HÜrer das Jugendprogramm N-Joy, das bis 2001 unter der Bezeichnung N-Joy Radio gefßhrt wurde.
Am 3. Oktober 1997 ging NDR 3 im neu gegrĂźndeten Programm Radio 3 auf, das in Kooperation mit dem Ostdeutschen Rundfunk Brandenburg (frĂźheres ORB-Programm Radio Brandenburg) und bis Ende 2000 auch mit dem Sender Freies Berlin (frĂźheres Programm SFB 3) veranstaltet wurde und bis 31. Dezember 2002 sendete.
Als bislang letztes HĂśrfunkprogramm in der Programmgeschichte des NDR begann am 1. November 2001 das Nordwestradio, ein gemeinsames HĂśrfunkprogramm von Radio Bremen und NDR fĂźr das Land Bremen und den Nordwesten von Niedersachsen. In diesem Programm ging das bisherige 2. HĂśrfunkprogramm Radio Bremen 2 auf. Seit 2016 unterliegt es der Alleinregie von Radio Bremen.cite-ref-33[33]
Seit 1. Januar 2003 sendet der NDR mit dem Programm NDR Kultur als Nachfolgeprogramm von Radio 3 auch wieder ein von ihm allein gestaltetes Klassik- und Kulturprogramm. Die Bezeichnung Radio 3 gab es jedoch weiterhin bis zum 31. Dezember 2003. Es handelt sich nunmehr um ein Kulturprogramm des RBB, das teilweise auch Sendungen von NDR Kultur Ăźbernahm. Am 1. Januar 2004 ging dieses Programm im neuen RBB Kulturradio auf.
Intendanten des NDR und seiner Vorgängereinrichtungen
⢠1924â1933: Hans Bodenstedt, Intendant der NORAG
⢠1934â1945: Gustav Grupe, Intendant des Reichssenders Hamburg
⢠1945â1947: Max Burghardt, Intendant von Radio Hamburg bzw. des NWDR
⢠1947â1955: Hanns Hartmann, Intendant des NWDR
⢠1955â1961: Walter Hilpert, Intendant des NDR
⢠1961â1973: Gerhard SchrĂśder
⢠1974â1980: Martin Neuffer
⢠1980â1987: Friedrich Wilhelm Räuker
⢠1987â1991: Peter Schiwy
⢠1991â2008: Jobst Plog
⢠2008â2020: Lutz Marmor
⢠2020â2025: Joachim Knuthcite-ref-35[35]
⢠seit 1. September 2025: Hendrik Lßnenborgcite-ref-36[36]
Kritik
Schleichwerbung
Im Juli 2005 wurde der Geschäftsfßhrer des NDR-Tochterunternehmens Studio Hamburg, Frank DÜhmann fristlos entlassen, weil er den Versuch unternommen hatte, fßr Werbung in einer bereits fertiggestellten Sendung nachträglich finanzielle Zuwendungen zu erlangen.cite-ref-37[37]cite-ref-38[38]
Fälle von Bestechlichkeit
2009 berichtete die SĂźddeutsche Zeitung (SZ), dass Doris Heinze als Fernsehspielchefin des NDR jahrelang Verträge Ăźber die DrehbĂźcher ihres Ehemannes und von sich selbst, die unter den Pseudonymen Niklas Becker und Marie Funder eingereicht worden waren, abgeschlossen und abgerechnet hatte.cite-ref-39[39] Der Kontakt lief Ăźber eine Anwaltskanzlei.cite-ref-40[40] Heinze wurde vom Landgericht Hamburg wegen Bestechlichkeit, Betrugs und Untreue rechtskräftig zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr und zehn Monaten auf Bewährung verurteilt, ihr Ehemann sowie eine Filmproduzentin erhielten Geldstrafen. Die Oberstaatsanwaltschaft sprach von einem âSystem der Selbstbedienung auf Kosten der GebĂźhrenzahlerâ.cite-ref-41[41]cite-ref-42[42]
2010 wurde bekannt, dass ein Redakteur aus dem NDR-Landesfunkhaus Kiel gegen Provisionszahlungen Unternehmen und Verbänden zugesagt hatte, diesen Sendezeit zu verschaffen und sie im Programm zu platzieren. Er wurde 2016 vom Landgericht Kiel wegen Bestechlichkeit zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt.cite-ref-43[43]cite-ref-44[44]
RĂźckkauf gestohlener Kunst
Ende 2018 gab der NDR 20.000 Euro fĂźr den RĂźckkauf eines Nolde-Gemäldes aus, welches im Jahr 1979 mutmaĂlich von einem eigenen Mitarbeiter gestohlen worden war. Das Bild ist ebenso wie ein weiterhin verschwundenes Aquarell desselben KĂźnstlers Teil der Kunstsammlung des Senders. Aus rechtlichen GrĂźnden war der RĂźckkauf nach Angaben des NDR die einzige MĂśglichkeit zur Wiedererlangung des Kunstwerkes.cite-ref-45[45]cite-ref-46[46]
Falsche Doku
Der NDR publizierte 2020 den vermeintlichen Dokumentarfilm Lovemobil. In diesem stellte die Regisseurin Elke Lehrenkrauss zwei angebliche Prostituierte und ihre Lovemobil-Vermieterin vor. Der Film wurde mit dem Deutschen Dokumentarfilmpreis 2020 ausgezeichnetcite-ref-47[47] und war fĂźr den Deutschen Filmpreis 2020cite-ref-48[48] und den Grimme-Preiscite-ref-lovemobil-49-0[49] nominiert. 2021 deckte das NDR-eigene Rechercheteam STRG F auf, dass es sich bei den Protagonistinnen nicht um Prostituierte handelte, sondern um Schauspielerinnen. Auch Szenen mit vermeintlichen Freiern waren gestellt, obwohl der Film klar als (reiner) Dokumentarfilm vermarktet worden war.cite-ref-50[50]
Der NDR distanzierte sich von der Sendung und entfernte sie aus der Mediathek. Der Sender gab an, von der Regisseurin âgetäuschtâ worden zu sein und gelobte, fĂźr die Zukunft âbessere Wege [zu] finden, wie wir uns vor solchen IrrefĂźhrungen schĂźtzenâ kĂśnnen.cite-ref-lovemobil-49-1[49] Betreuender Redakteur beim NDR war Timo GroĂpietsch. Lehrenkraussâ frĂźhere Dozentin an der Kunsthochschule fĂźr Medien KĂśln, Sabine Rollberg, bezeichnete es als âschäbigâ, dass sich die beim NDR fĂźr den Film Lovemobil Verantwortlichen in der Ăffentlichkeit als Opfer der Autorin darstellten.cite-ref-51[51]
Vorwurf der politischen Einflussnahme im NDR-Funkhaus Schleswig-Holstein
Ende August 2022 verĂśffentlichte Business Insider einen internen Bericht aus dem September 2021 in dem Redakteure von einem âpolitischen Filterâ und einer âKlima der Angstâ im NDR-Funkhaus Schleswig-Holstein berichteten.cite-ref-52[52] âBerichterstattung werde teilweise verhindert und kritische Informationen heruntergespieltâ und âAutoren wĂźrden abgezogen und Beiträge in den Abnahmen massiv verändert.â Leitende Mitarbeiter agierten wie âPressesprecher der Ministerienâ in Kiel. In einem Brief forderten 72 NDR-Mitarbeiter eine Aufklärung der Sachverhalte. Der Chefredakteur des NDR-Funkhauses Schleswig-Holstein, Norbert Lorentzen, und die Politikchefin Julia Stein wurden kurz darauf bis auf Weiteres von ihren Aufgaben entbunden.cite-ref-53[53]
Der Landesrundfunkrat traf sich am 29. August 2022 zu einer nicht Ăśffentlichen Sondersitzung unter der Leitung von Laura Pooth und beschloss, die VorwĂźrfe zu untersuchen.
Am 27. September 2022 verĂśffentlichte der NDR einen Bericht, wonach interne Untersuchungen ergeben hätten, dass es keinen âpolitischen Filterâ im Landesfunkhaus Schleswig-Holstein gegeben habe.cite-ref-54[54]
Filzvorwurf gegen Direktorin des NDR-Funkhauses Hamburg
Anfang September 2022 wurden FilzvorwĂźrfe gegen die Direktorin des NDR-Funkhauses Hamburg Sabine Rossbach bekannt. Ihre Tochter Anna Hesse ist Inhaberin der PR-Agentur Hesse und Hallermann und diese konnte zwischen 2014 und 2019 zahlreiche Kunden in unterschiedlichen Sendungen des NDR âunterbringenâ. Rossbach persĂśnlich ermunterte NDR-Journalisten zu VIP-Veranstaltungen und Ăśffentlichen Anlässen von Kunden der PR-Agentur ihrer Tochter zu gehen. Dieter Petereit, der Ehemann von Rossbach, hat seit 2018 einen Beratervertrag als Musikberater fĂźr bis zu 50.000 Euro im Jahr bei der Regionalwelle Niedersachsen des NDR. Die jĂźngere Tochter bekam bei NDR Kultur vor einigen Jahren eine der seltenen festen Stellen, damalige Programmchefin von NDR-Kultur war Barbara Mirow. Zur selben Zeit bekam eine Hamburger Produktionsfirma, welche die Tochter Mirows leitet, eine Auftrag fĂźr eine Serie âHunde in Hamburgâ von Rossbach persĂśnlich.cite-ref-55[55]
Tatort âReifezeugnisâ: Nacktszenen mit minderjähriger Schauspielerin
Im Februar 2024 berichtete der Spiegel, dass die Schauspielerin Nastassja Kinski erreichen wolle, dass der NDR Nacktszenen mit ihr im bekannten Tatort âReifezeugnisâ nicht mehr ausstrahlt. Kinski war 15, als der NDR die Nacktszenen mit ihr drehen lieĂ. Nastassja Kinski sei damals faktisch ohne Begleitung am Set gewesen, als die Szenen gedreht wurden, wird Kinskis Anwalt Christian Schertz zitiert. Eine rechtswirksame Einwilligung als Minderjährige sei damit âdenklogisch ausgeschlossenâ gewesen. Unabhängig davon habe Schertz im Namen von Frau Kinski fĂźr die Zukunft eine Einwilligung widerrufen. NDR-Fernsehfilm-Chef Christian Granderath wird in einem Text auf der Website des NDR zum Film so zitiert: âReifezeugnis mit Nastassja Kinski war in den Siebzigern eine sexuelle Initiation fĂźr sehr viele männliche Jugendliche. Auch deswegen ist dieser Tatort zur Legende geworden.âcite-ref-56[56] Am 22. Februar 2024 ergänzte der NDR das Zitat von Granderath um eine Einordnung: Das Zitat stelle eine zeitgeschichtliche Einordnung des Tatorts in die 70er Jahre und keine Bewertung dar. Seit der #MeToo-Debatte sei âdie Sensibilität fĂźr derartige Fragen entsprechend grĂśĂer und das ist richtigâ.cite-ref-57[57]
Abbruch einer Investigativrecherche
Anfang Dezember 2024 beschuldigte die franzÜsische Onlinezeitung Mediapart, der NDR hätte eine gemeinsame Recherche zu den finanziellen Hintergrßnden des Investigativnetzwerks Organized Crime and Corruption Reporting Project (OCCRP) vorzeitig abgebrochen, nachdem deren Direktor interveniert hatte.cite-ref-0-58-0[58] Die Programmleitung um Andreas Cichowicz, Adrian Feuerbacher und Juliane von Schwerin widersprach dem Zensur-Vorwurf und kßndigte Schritte zur Aufarbeitung der Vorwßrfe an.cite-ref-0-58-1[58]cite-ref-59[59]
Ausschluss von Julia Ruhs aus der Sendung âKlarâ
Der Norddeutsche Rundfunk beendete am 17. September 2025 die Zusammenarbeit mit der Journalistin Julia Ruhs als Moderatorin fĂźr die Sendung Klar. Das Gemeinschaftsprojekt von NDR und Bayerischem Rundfunk (BR) war im April 2025 gestartet, um eine konservativere Zielgruppe anzusprechen, und behandelte in drei Pilotfolgen die Themen Migration, Coronapandemie und Bauernproteste.cite-ref-60[60] Eine interne Zuschauerbefragung ergab, dass die Sendung beim Publikum positiv ankam, mit Noten von 1 oder 2 durch 63 Prozent der Befragten.cite-ref-61[61]cite-ref-62[62]
In der Folge teilten NDR und BR mit, dass das Format fortgefĂźhrt werde, aber der NDR fortan auf Ruhs als Moderatorin verzichte. Ruhs soll nur noch die vom BR produzierten Ausgaben moderieren.cite-ref-63[63] Der NDR nannte zunächst keine konkrete BegrĂźndung, sprach aber davon, das Format kĂźnftig mit mehreren Moderatoren und damit âmehreren Perspektivenâ fortzufĂźhren.
Nach Ausstrahlung der ersten Folge war es zu einem erbitterten internen Kampf gekommen. Mehr als 250 NDR-Mitarbeitende distanzierten sich in einem offenen Brief von der Sendung. Sie warfen dem Format vor, die âGrundsätze unserer journalistischen Arbeitâ zu verletzen und dem âĂśffentlich-rechtlichen Auftrag gemäà NDR-Staatsvertrag nicht nach[zukommen]â. Kritisiert wurden eine mangelnde Ausgewogenheit, eine Ăberfrachtung mit Einzelthemen und eine zu starke Emotionalisierung der Berichterstattung. Ein BR-Kollege von Ruhs, der eine interne Besprechung zur ersten Sendung miterlebte, bezeichnete die Situation als Eskalation, wie er sie in seiner gesamten Laufbahn noch nicht erlebt habe, und sprach vom âGrĂźndonnerstagstribunalâ. Recherchen zufolge wurde der Protest gegen Ruhs in einer geheimen Signal-Chatgruppe namens âunklarâ koordiniert, in der die Aktion zum Ziel hatte, das Projekt zu sabotieren und Ruhs Steine in den Weg zu legen.cite-ref-1-64-0[64]cite-ref-65[65]
Die Auseinandersetzung erfuhr eine weitere Eskalation, als die Journalistin Anja Reschke in ihrer ARD-Sendung âReschke-Fernsehenâ eine Handpuppe auftreten lieĂ, die satirisch unterstellte, dass man im ĂRR âalle Meinungen zu Wort kommen lassenâ solle, âauch wenn sie ein bisschen rechtsextrem sindâ, worauf Reschke mit den Worten âJa. Klarâ antwortete.cite-ref-2-66-0[66] Diese ĂuĂerung wurde von vielen Zuschauern und Kollegen als Frontalangriff auf Ruhs und ihr Team gewertet und als Vorwurf des Rechtsextremismus interpretiert.cite-ref-67[67]
Der Fall wurde als VerstoĂ gegen die in Artikel 5 des Grundgesetzes verankerte Meinungs-, Presse- und Rundfunkfreiheit diskutiert.cite-ref-68[68]cite-ref-69[69] BefĂźrworter von Ruhs sehen im ĂRR eine âlinke Blaseâ, die nicht in der Lage sei, die verfassungsrechtlich geforderte Meinungsvielfalt zu gewährleisten.cite-ref-70[70] Ruhs reagierte auf die Entscheidung mit âtiefer Enttäuschungâ und nannte sie ein âArmutszeugnisâ. Die NDR-FĂźhrung habe zu wenig RĂźckgrat gezeigt. Sie sei fĂźr den NDR âzu rechtsâ, obwohl sie sich stets klar von der AfD distanziert habe.cite-ref-71[71] FĂźhrende Politiker Ăźbten scharfe Kritik: Bayerns Ministerpräsident Markus SĂśder (CSU) sprach davon, es sei âkein gutes Signal fĂźr die Meinungsfreiheit, Pluralität und Toleranz im Ăśffentlich-rechtlichen NDRâ. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel GĂźnther (CDU) nannte es ein âextrem schlechtes Signalâ.cite-ref-72[72]cite-ref-73[73]cite-ref-74[74] Lars Klingbeil kommentierte den Vorgang mit der Aussage: âWir mĂźssen aushalten, dass es unterschiedliche Meinungen gibt; dass es auch kontroverse Meinungen gibt, und das muss sich auch in den Medien, die wir konsumieren, widerspiegeln. Da bin ich immer dafĂźr, dass man Dinge aushält, die man politisch nicht teilt; aber das macht unsere Demokratie reicher.âcite-ref-75[75] Heidi Reichinnek bezeichnete die Entscheidung als âhochproblematischâ und betonte, dass Medien nicht die Aufgabe hätten, Meinung zu machen, sondern âAustausch und Informationâ ermĂśglichen sollten.cite-ref-76[76] Ebenso kritisierte Sahra Wagenknecht die Absetzung Ruhsâ. Sie beklagte eine fehlende Meinungsfreiheit im Ăśffentlich-rechtlichen Rundfunk.cite-ref-77[77]
Ferner wurde der NDR-FĂźhrung die Vernachlässigung ihrer FĂźrsorgepflichten gegenĂźber Julia Ruhs vorgeworfen.cite-ref-78[78] Die Senderleitung hatte den internen Protest monatelang einfach âlaufen lassenâ und sich geweigert, zu den VorwĂźrfen Stellung zu nehmencite-ref-79[79]. Ruhs selbst warf der FĂźhrungsebene vor, âkeine Stärkeâ und âkeine âCojonesââ gezeigt zu haben, um sie gegen die internen Widerstände zu verteidigen.cite-ref-80[80] Die Tatsache, dass gezielte Intrigen gegen sie gefĂźhrt wurden, ohne dass die NDR-Leitung Ăśffentlich fĂźr sie eintrat oder schĂźtzend einschritt, wurde als ein Zeichen der Hilflosigkeit und des Einknickens vor dem internen Druck gewertet.cite-ref-1-64-1[64]cite-ref-2-66-1[66]
Siehe auch
⢠Studio Hamburg
⢠NDR-Regiepreis im Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern
⢠Plattdeutscher Schreibwettbewerb Vertell doch mal
Literatur
⢠Wolfram KÜhler (Hrsg.): Der NDR. Zwischen Programm und Politik. Beiträge zu seiner Geschichte. Schlßter, Hannover 1991, ISBN 3-87706-363-2.
Weblinks
Commons
: Norddeutscher Rundfunk
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⢠Offizielle Website
⢠Norddeutscher Rundfunk (NDR). In: ABC der ARD. ard.de, 7. Juni 2013, archiviert vom Original (nicht mehr online verfßgbar) am 20131014184600; abgerufen am 9. Dezember 2019.
⢠Die NDR Chronik im Ăberblick
⢠Literatur von und ßber Norddeutscher Rundfunk im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Einzelnachweise
cite-note-impressum-11. Impressum. In: ndr.de. Norddeutscher Rundfunk, abgerufen am 11. September 2025.
cite-note-22. NDR vom 10. Mai 2021: Der NDR Chor wird zum NDR Vokalensemble, abgerufen am 10. September 2021.
cite-note-33. â NDR-Staatsvertrag, § 1, (1). (PDF; 210 kB) In: ndr.de. Abgerufen am 7. Dezember 2017.
cite-note-ndr-gb-44. â Geschäftsbericht 2015. (PDF; 5,3 MB) In: ndr.de. Norddeutscher Rundfunk, 28. September 2016, abgerufen am 5. Dezember 2016.
cite-note-55. â Hamburger Hafenkonzert â Sonntag bei NDR 90,3. In: ndr.de. Norddeutscher Rundfunk, abgerufen am 3. Juni 2021.
cite-note-66. â Lars Amenda: Zeithistorische Forschungen / Hafenkonzert â Geräusche und Gesellschaft in Hamburg im 20. Jahrhundert. In: zeithistorische-forschungen.de. Abgerufen am 4. September 2021.
cite-note-77. â Alina Laura Tiews: Das âHamburger Hafenkonzertâ der Norag ist die traditionsreichste Rundfunksendung der Welt. (PDF; 406 kB) In: hans-bredow-institut.de. Hans-Bredow-Institut, 2014, archiviert vom Original am 26. Juni 2024; abgerufen am 16. August 2025.
cite-note-88. â Programmauftrag des Norddeutschen Rundfunks. In: NDR.de. Abgerufen am 10. Januar 2021.
cite-note-99. â Staatsvertrag Ăźber den Norddeutschen Rundfunk (NDR-Staatsvertrag). (PDF; 336 kB) § 50 Beitritt. In: ndr.de. NDR, März 2021, S. 28, abgerufen am 28. Juni 2024.
cite-note-103. NDR Geschäftsbericht 2013. (PDF; 1,6 MB) S. 66, abgerufen am 26. März 2021.
cite-note-114. NDR Geschäftsbericht 2014. (PDF; 4,6 MB) S. 64, abgerufen am 26. März 2021.
cite-note-125. NDR Geschäftsbericht 2015. (PDF; 4,5 MB) S. 70, abgerufen am 26. März 2021.
cite-note-136. NDR Geschäftsbericht 2016. (PDF; 5,3 MB) S. 72, abgerufen am 26. März 2021.
cite-note-147. NDR Geschäftsbericht 2017. (PDF; 4,8 MB) S. 74, abgerufen am 26. März 2021.
cite-note-158. NDR Geschäftsbericht 2018. (PDF; 4,7 MB) S. 74, abgerufen am 26. März 2021.
cite-note-169. NDR Geschäftsbericht 2019. (PDF; 7,4 MB) S. 70, abgerufen am 26. März 2021.
cite-note-1710. NDR Geschäftsbericht 2020. (PDF; 2,4 MB) S. 62, abgerufen am 18. September 2025.
cite-note-1811. NDR Geschäftsbericht 2021. (PDF; 2,5 MB) S. 32, abgerufen am 18. September 2025.
cite-note-1912. NDR Geschäftsbericht 2022. (PDF; 2,5 MB) S. 50, abgerufen am 18. September 2025.
cite-note-2013. NDR Geschäftsbericht 2023. (PDF; 2,5 MB) S. 42, abgerufen am 18. September 2025.
cite-note-2121. â Impressum. In: NDR.de. Abgerufen am 8. Juli 2017.
cite-note-2222. â Ăber uns â NDR Media â Unternehmensstruktur. NDR Media als Mediendienstleister des NDR. In: ndrmedia.de. NDR, abgerufen am 23. Juli 2025.
cite-note-2323. â Organigramm des NDR. (PDF; 1,4 MB) NDR, 1. September 2017, abgerufen am 3. Dezember 2017.
cite-note-2424. â Zwei Drittel des ausgeschriebenen ARD-Sendernetzes werden 2018 von UPLINK betrieben. In: RADIOSZENE. Abgerufen am 3. Mai 2018.
cite-note-2525. â Die Norag 1924 â 1932. In: NDR.de. Abgerufen am 10. Januar 2021.
cite-note-2626. â ANNO, Radio Wien, 1933-07-14, Seite 29. Abgerufen am 12. Februar 2024.
cite-note-2727. â Hans-JĂźrgen Koch, Hermann Glaser: Ganz Ohr. Eine Kulturgeschichte des Radios in Deutschland. 2005, S. 230 (Buchinformation in der Google-Buchsuche).
cite-note-2828. â Wilhelm Lamszus: "Begrabt die lächerliche Zwietracht unter euch!". Erinnerungen eines Schulreformers und Antikriegsschriftstellers (1881â1965) Seite 153ff.
cite-note-2929. â Karl-Heinz Groth: Aufgewachsen in Kiel in den 60er und 70er Jahren. 1. Auflage. Wartberg, Gudensberg-Gleichen 2009, ISBN 978-3-8313-2001-1, S. 15 (dnb.de [abgerufen am 12. April 2020]).
cite-note-3030. â Enorme Macht. In: Der Spiegel. Nr. 26, 1978 (online).
cite-note-3131. â Gesetz zur Ăźbergangsweisen Regelung des Ăśffentlich-rechtlichen Rundfunks in Mecklenburg-Vorpommern vom 5. Dezember 1991 (GVOBl. M-V S. 529).
cite-note-3232. â Gesetz zum Staatsvertrag Ăźber den Norddeutschen Rundfunk vom 18. Februar 1992 (GVOBl. M-V S. 77); Bekanntmachung vom 18. Februar 1993 (GVOBl. M-V S. 482).
cite-note-3333. â Nordwestradio ab 2016 unter alleiniger Regie von Radio Bremen.
cite-note-3434. â ARD und ZDF sichern sich 5 Transponder auf Astra 19,2° Ost. In: hdtv-pro.de. 15. Februar 2011, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 4. März 2016; abgerufen am 8. Juli 2017.
cite-note-3535. â Joachim Knuth zum neuen NDR Intendanten gewählt. In: ndr.de. 5. Juli 2019, abgerufen am 5. Juli 2019. â Joachim Knuth ist neuer Intendant des NDR. In: ndr.de. 13. Januar 2020, abgerufen am 26. Januar 2020.
cite-note-3636. â NDR.de: Hendrik LĂźnenborg startet als Intendant des NDR. Abgerufen am 11. September 2025.
cite-note-3737. â Trennung von GeschäftsfĂźhrer: Unerlaubte Werbung bei NDR-Tochter Artikel vom 14. Juli 2005 in handelsblatt.com, abgerufen am 18. März 2018.
cite-note-3838. â Alle Hände voll ⌠In: Die Tageszeitung-online, 21. Juli 2005, abgerufen am 18. März 2018.
cite-note-3939. â Nicolas Richter, Hans Leyendecker: Tatort ARD. sueddeutsche.de, 28. August 2009.
cite-note-4040. â Karin Franzke, Karolin Jacquemain, Jan-Eric Lindner, Kai-Hinrich Renner: Der Staatsanwalt ermittelt. In: Hamburger Abendblatt. 29. August 2009.
cite-note-4141. â Urteile in NDR-Drehbuchaffäre. In: lto.de. Legal Tribune Online, 8. Oktober 2012, abgerufen am 20. Januar 2019.
cite-note-4242. â Verurteilung von Ex-NDR-Chefin Heinze rechtskräftig. In: lto.de. Legal Tribune Online, 1. Oktober 2013, abgerufen am 20. Januar 2019.
cite-note-4343. â Urteil am Landgericht: Bewährung fĂźr Ex-NDR-Redakteur. (Memento vom 15. März 2018 im Internet Archive) In: Kieler Nachrichten-online, 16. März 2016, abgerufen am 2. April 2024.
cite-note-4545. â Holger True: Gestohlenes Nolde-Werk zurĂźck â NDR musste dafĂźr zahlen. In: abendblatt.de. Hamburger Abendblatt, 25. November 2018, abgerufen am 19. Januar 2019.
cite-note-4646. â Stefan Arndt: Gestohlenes Nolde-Gemälde zurĂźck im NDR. In: haz.de. Hannoversche Allgemeine Zeitung, 26. November 2018, abgerufen am 19. Januar 2019.
cite-note-4747. â NDR-Doku âLovemobilâ. Sexarbeit in der Provinz. In: Deutschlandfunk Kultur. 8. Dezember 2020, abgerufen am 10. Dezember 2020.
cite-note-4848. â PreisgekrĂśnte Dokumentation Ăźber Sexarbeit gefälscht. In: Der Spiegel. 22. März 2021, abgerufen am 23. März 2021.
cite-note-lovemobil-4949. â NDR nimmt Doku aus Mediathek und distanziert sich davon. In: t-online.de. 23. März 2021, abgerufen am 23. März 2021.
cite-note-5050. â NDR distanziert sich vom Dokumentarfilm âLovemobilâ. In: NDR.de. Abgerufen am 22. März 2021.
cite-note-5151. â RenĂŠ Martens: Eine Realitätsshow. In: Die Zeit. 24. März 2021, abgerufen am 25. März 2021.
cite-note-5252. â Jan C. Wehmeyer: âPolitischer Filterâ, "Klima der Angst": NDR-Redakteure erheben laut vertraulichem Untersuchungsbericht schwere VorwĂźrfe gegen Senderleitung. 27. August 2022, abgerufen am 24. Juli 2024 (deutsch).
cite-note-5353. â Nach Bericht von Business Insider: Chefredakteur und Politikchefin des NDR-Funkhauses Schleswig-Holstein von Aufgaben entbunden. In: Business Insider. 1. September 2022, abgerufen am 2. September 2022.
cite-note-5454. â Interner Bericht zu VorwĂźrfen gegen NDR in Kiel vorgelegt. In: NDR.de. Abgerufen am 27. September 2022.
cite-note-5555. â âSystem Rossbachâ: Wie Ehemann und TĂśchter der Hamburger Funkhaus-Direktorin vom NDR profitieren. In: Business Insider. 2. September 2022, abgerufen am 2. September 2022.
cite-note-5656. â Martin U. MĂźller: (S+) Sie war erst 15 Jahre alt: Nastassja Kinski will Nacktszenen in ARD-Tatort ÂťReifezeugnisÂŤ verbieten lassen. In: Der Spiegel. 20. Februar 2024, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 23. Februar 2024]).
cite-note-5757. â Reifezeugnis. In: NDR.de. Abgerufen am 23. Februar 2024.
cite-note-0-5858. â Yann Philippin: German broadcaster NDR censored own investigation into worldâs largest consortium of investigative media. In: Mediapart. 2. Dezember 2024, abgerufen am 4. Dezember 2024 (englisch).
cite-note-5959. â Lea Eichhorn, Jochen Becker: Journalisten im Auftrag der US-Regierung? VorwĂźrfe gegen OCCRP. In: NDR. 4. Dezember 2024, abgerufen am 4. Dezember 2024.
cite-note-6060. â Autor ungenannt: Klar - Migration: was falsch läuft / NDR und BR starten gemeinsam ein neues Reportageformat. Julia Ruhs präsentiert "Klar", das zunächst in drei Folgen Themen aus der Mitte der Gesellschaft aufgreift und einordnet. Die erste Ausgabe wird sich mit dem Thema "Migration: was falsch läuft" beschäftigen. In: ndr.de. Norddeutscher Rundfunk, Bayerischer Rundfunk, abgerufen am 19. September 2025.
cite-note-6161. â Warum der NDR Julia Ruhs nicht mehr als Moderatorin bei "Klar" einsetzt. In: t-online.de. 16. September 2025, abgerufen am 19. September 2025.
cite-note-6262. â Teresa Toht: Nach nur einer Folge: NDR trennt sich von Moderatorin nach internem Protest von 250 Mitarbeitern. In: fr.de. Frankfurter Rundschau, 17. September 2025, abgerufen am 19. September 2025.
cite-note-6363. â Michaell Hanfeld: BR-Rundfunkrat tritt fĂźr Journalistin Julia Ruhs ein. In: faz.net. FAZ, 11. Oktober 2025, abgerufen am 11. Oktober 2025.
cite-note-1-6464. â Lars Petersen: Massiver Widerstand aus den eigenen Reihen / Mit der Sendung âKlarâ wollte der NDR eine konservativere Zielgruppe erreichen â mit Erfolg. Doch viele Mitarbeiter des Senders fallen Moderatorin Julia Ruhs und dem Format in den RĂźcken. Die Journalistin Anja Reschke spielt dabei eine besondere Rolle. In: WELT vom 18. September 2025, Seite 4.
cite-note-6565. â Wenn NDR-Mitarbeiter eine einzige konservative Journalistin nicht ertragen kĂśnnen cicero.de, 17. September 2025.
cite-note-2-6666. â RenĂŠ Pfister, Anton Rainer, Markus Brauck: Wie sich die ARD im Fall Julia Ruhs blamierte. In: spiegel.de. DER SPIEGEL, 13. November 2025, abgerufen am 13. November 2025.
cite-note-6767. â Felix Huber: Intrige gegen Julia Ruhs - Wenn NDR-Mitarbeiter eine einzige konservative Journalistin nicht ertragen kĂśnnen | Cicero Online. In: cicero.de. Abgerufen am 19. September 2025.
cite-note-6868. â Miriam Hollstein: Wer Meinungsfreiheit will, muss Julia Ruhs aushalten. In: stern.de. 18. September 2025, abgerufen am 19. September 2025.
cite-note-6969. â Fatina Keilani: Pluralismus? Beim ĂRR unerwĂźnscht In: WELT vom 18. September 2025, Seite 2
cite-note-7070. â Alexander Schiechel: Die FOCUS-online-Debatte zu Causa Ruhs "ĂRR zu einseitig links": Leser fordern mehr Neutralität von ARD. In: focus.de. 19. September 2025, abgerufen am 19. September 2025.
cite-note-7272. â Michael Hanfeld: NDR trennt sich von Julia Ruhs: Markus SĂśder kritisiert Umgang mit der Moderatorin. In: faz.net. 18. September 2025, abgerufen am 19. September 2025.
cite-note-7373. â Thomas Schmoll: Die Absetzung von Julia Ruhs ist eine Torheit ohnegleichen / Der NDR gibt sich alle MĂźhe, Misstrauen und Vorurteile Ăźber die ARD und Co. zu bestätigen. Erst einer rechtskonservativen Moderatorin eine Sendung zu geben, um sie beim ersten Gegenwind wieder fallen zu lassen: So schaufeln sich die Ăffentlich-Rechtlichen ihr eigenes Grab. In: n-tv.de. 19. September 2025, abgerufen am 19. September 2025.
cite-note-7575. â Autor ungenannt: JULIA RUHS: ParteiĂźbergreifende Kritik am NDR! Sogar Linken-Chefin Reichinnek kritisiert Rauswurf. In: youtube.com. 19. September 2025, abgerufen am 19. September 2025.
cite-note-7676. â dpa: Reichinnek kritisiert Absetzung von Julia Ruhs im NDR. In: noz.de. Neue OsnabrĂźcker zeitung, 19. September 2025, abgerufen am 19. September 2025.
cite-note-7777. â âKlarâ-Moderatorin: Julia Ruhs kritisiert ihren Rauswurf beim NDR â âIch bin zutiefst enttäuscht, ja fassungslosâ - WELT. Abgerufen am 19. September 2025.
cite-note-7878. â Thore Rausch: Warum sich BR und NDR um Julia Ruhs streiten. In: sueddeutsche.de. SĂźddeutsche Zeitung, 17. September 2025, abgerufen am 19. September 2025.
cite-note-7979. â Marc Bartl: Zoff in der ARD: NDR rudert nach Reschkes "rechtsextrem"-Vorwurf gegen Julia-Ruhs-Sendung zurĂźck. In: kress.de. 10. September 2025, abgerufen am 6. Oktober 2025.
cite-note-8080. â INTERVIEW MIT JULIA RUHS am 17 September 2025: Julia Ruhs Ăźber die Intrige beim NDR - âDie NDR-Bosse hatten keine ,Cojonesâ, um das durchzustehenâ | Cicero Online. Abgerufen am 19. September 2025.